Focus Ärzteliste 2016: Auch in diesem Jahr ist Priv.-Doz. Dr. med. Ogon wieder als Spezialist aufgeführt

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Erneut wurde Priv.-Doz. Dr. med. Ogon in der Focus Ärzteliste 2016 als ausgesuchter Spezialist im Bereich der Schulterchirurgie aufgeführt.
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Das Kniegelenk

Alles

Welche Strukturen befinden sich in meinem Kniegelenk?

Knie - Femoraler Anteil
Knie - Femoraler Anteil
Knie - Tibialer Anteil Knie - Tibialer Anteil

Das vordere und das hintere Kreuzband:
Beide Kreuzbänder verlaufen überkreuzt vom Schienbein bis zum Oberschenkelknochen und sorgen dafür, dass sich die Oberschenkel und Schienbeine nicht gegeneinander verschieben können.

Seitenbänder:
Mit den Kreuzbändern stellen die Seitenbänder zusammen sicher, dass unser Gelenk exakt geführt wird und Ober- und Unterschenkel nicht seitwärts gegeneinander verschoben werden können.

Meniskus: Es gibt jeweils einen Außen- und Innenmeniskus. Beide sind halbmondförmige Scheiben, die als Puffer wirken und gleichzeitig anatomische Unterschiede zwischen Ober- und Unterschenkel ausgleichen.

Kniescheibe: Die so genannte Patella überträgt die Kraft von Oberschenkel auf den Unterschenkel durch die an ihrer ansetzende Patellarsehne. Sie ist damit wesentlich an dem Bewegungsablauf beteiligt. Ebenfalls schützt sie unser Kniegelenk gegen Beschädigung von vorne.

Knorpel: Sämtliche Gelenkflächen im Körper sind von einer schützenden Knorpelschichtdicke überzogen. Diese wirkt einerseits als Stoßdämpfer, andererseits sorgt sie durch ihre Gleitfähigkeit dafür dass die Bewegungen reibungslos vor sich geht.

Gelenkinnenhaut: Die so genannte Synovia produziert Gelenkflüssigkeit, welche unsere Gelenke von innen schmiert. Daher auch der Ausdruck "Gelenkschmiere".

Tibia: Unterschenkel

Femurkondyle: Oberschenkelrolle

Femur: Oberschenkel

Meniskusriss

Video Kniearthroskopie
Knie - Tibialer Anteil Meniskus Meniskus

Eine Meniskusschädigung kann verschiedene Ursachen haben. Die meisten Meniskusrisse sind verschleißbedingt, wobei selbstverständlich auch Sport oder sonstige Unfälle einen Meniskusriss hervorrufen können. Bei einem Sportunfall, vor allem wenn das Knie verdreht wird, kann es zu schmerzhaften Meniskusrissen kommen, die häufig als Einklemmungserscheinungen verspürt werden.Ebenfalls geben viele Patienten bei gewissen Bewegungen messerartiger Stiche im Kniegelenk an, die ebenfalls typische Symptome für einen Meniskusriss sein können. Auch das" in die Hocke gehen" kann dann sehr schmerzhaft sein und in vielen Fällen auch nicht mehr durchgeführt werden.

Bei sportlicher Aktivität Kann es zu schmerzhaften Schwellungen im Gelenk kommen. In diesen Fällen sollte möglichst bald ein Spezialist aufgesucht werden.

Diagnostik des Meniskusrisses

Diagnostik 1
Diagnostik 1
Diagnostik 2 Diagnostik 2

Schäden die im Gelenk entstehen, z.B. Meniskusrisse, Bandverletzungen oder Knorpelschäden, können häufig bei Untersuchungen diagnostiziert werden. Vor einer Arthroskopie wird jedoch meistens noch eine genauere apparative Diagnostik durchgeführt, zum Beispiel eine Kernspintomographie. Die Kernspintomographie ist für den Patienten mit keinerlei Strahlenbelastung verbunden, liefert jedoch noch zusätzliche Informationen vor der Operation die so dem Operateur eine genaue Planung der Operation ermöglicht.

Die Therapie des Meniskusrisses

Video Meniskusriss Therapie
Video Meniskusriss Therapie
Therapie des Meniskusrisses Therapie des Meniskusrisses

Ein gerissener Meniskusanteil heilt weder durch entsprechende Schonung oder Ruhigstellung, noch durch Tabletten, Spritzen oder Krankengymnastik. Wie bei einem Loch in einem Pullover, bei dem ein Faden weghängt, wird auch ein Meniskusriss durch die tägliche Belastung und den dadurch bedingten Zug am freien Ende ständig größer. In aller Regel gibt es keine Alternative zu einer arthroskopischen Operation. Über einen kleinen Zugang wird eine Minikamera mit Optik in das Gelenk eingeführt und selbst kleinste Strukturen durch Vergrößerung auf einen Bildschirm sichtbar gemacht. Über einen weiteren kleinen Zugang kann man mit Miniatur Spezialinstrumenten den gerissenen Meniskus "reparieren" (Schlüssellochchirurgie).

Früher wurde bei Operationen häufig fast der gesamte Meniskus entfernt und damit eine wichtige Puffer und Stabilisierungsfunktion des Kniegelenkes zerstört, was zu einem frühzeitigen Gelenkverschleiß (Arthrose) geführt hat.. Mit den heutigen modernen arthroskopischen Operationstechniken kann diese wichtige Struktur zum Großteil erhalten werden.

Damit wird die frühzeitige Arthrose in der Regel verhindert werden.

Gerade bei Meniskusrissen ist deshalb eine frühzeitige exakte Diagnose extrem wichtig, damit aus einem kleinen Riss nicht ein großer Riss wird und die Funktion des Kniegelenkes bei der anschließenden arthroskopischen Operation schonend wieder komplett hergestellt werden kann.

Meniskustransplantation

Es werden in der modernen Gelenkchirurgie heutzutage auch Ersatzgewebe für einen kompletten entfernten Meniskus versucht. Dies kann einerseits durch einen Spendermeniskus d.h. durch einen entsprechend aufgearbeiteten Meniskus eines Verstorbenen durchgeführt werden. Andererseits gibt es auch Collagen Innenmeniskusimplantate (C. M. I.) welche im Gelenk die Funktion eines Meniskus übernehmen sollen.

Erste Studien zu diesem Implantat erscheinen viel versprechend, jedoch wird dieses Verfahren erst in Zukunft zeigen können, ob dies in der Routine Diagnostik als operative Maßnahme eingesetzt werden kann. Wir verfügen heutzutage über nur wenig Erfahrung im Bereich der Meniskustransplantation, auch wird dieses Verfahren noch von keiner Krankenkasse übernommen. Auch wir sind sämtlichen neuen Techniken aufgeschlossen, werden diese jedoch erst unseren Patienten anbieten wenn ausreichende Erfahrungen und gute Resultate wissenschaftlich belegt wurden.

Knorpelschäden (Gelenkverschleiß, Arthrose)

Video Microfrakturierung
Video Microfrakturierung
Video Blutkuchen
Video Blutkuchen

Unter Arthrose ist jede Art von Gelenkverschleiß zu verstehen. Es gibt große Abstufungen zwischen leichten , beginnenden und schweren fortgeschrittenen aktivierten Arthrosen.

Die Entwicklung einer Arthrose ist ein langwieriger Prozess der sich meist über Jahre und Jahrzehnte ausdehnt. Generell können alle Gelenke von Knorpelschäden (Arthrose) betroffen sein. Am häufigsten ist das Hüftgelenk betroffen, gefolgt vom Kniegelenk und dem Fußgelenk. Auch Arthrosen der Schulter und Ellenbogengelenke sind bekannt, kommen jedoch seltener vor.

Heute haben wir modernste arthroskopische Techniken die eine Arthrose speziell im Kniegelenk gut behandeln lassen. Entscheidend hierbei ist eine frühzeitige exakte Diagnose durch einen Spezialisten.

Durch die so genannte" Microfrakturierung" können isolierte Knorpel- Defekte im Kniegelenk zur Selbstheilung angeregt werden. Ebenfalls verfügen wir heutzutage über gute Knorpeltransplantations Verfahren die jedoch nur bei speziellen Knorpeldefekten eingesetzt werden können. Da der Knorpel speziell im Kniegelenk ein sehr sensibles Organ ist, sollten diese Operationen nur von erfahrenen Operateuren durchgeführt werden.

Auch konservative Maßnahmen (medikamentöse Therapien, physikalische Therapien, sowie entsprechende Infiltrationstherapien) werden bei der Arthrose mit gutem Erfolg eingesetzt.

Freie Gelenkkörper im Kniegelenk (Chondromatose)

Chondromatose Chondromatose

Bemerken Patienten während Bewegungen plötzlich schmerzhafte Blockaden im Kniegelenk, so muss immer an einen freien Gelenkkörper gedacht werden. Diese Gelenkkörper können durch eine Veränderung und eine Verknöcherung der Gelenkschleimhaut entstehen (Chondromatose), oder durch Stürze mit entsprechenden Knorpel und Knochen Absprengungen verursacht werden.

Früher musste hier das ganze Gelenk mit einem großen Schnitt eröffnet werden um diese kleinen Gelenkkörper entfernen zu können. Heute werden auch kleinste nur wenige mm große Gelenkekörper bei der arthroskopischen Operation durch die Vergrößerung auf einem Bildschirm sichtbar gemacht und können danach problemlos mit kleinen Fasszangen entfernt werden. Auch vor Änderungen der Gelenkschleimhaut die zu Verknöcherungen geführt haben (Chondromatose) werden bei dieser Operation arthroskopisch entfernt.

Meistens ist nur ein Tag nach der Operation eine Ruhigstellung im Verband notwendig und es kann schon direkt nach der Operation mit Krankengymnastik begonnen werden. Auch der normale Einsatz des Kniegelenkes im täglichen Leben ist meistens nach wenigen Tagen wieder möglich.

Das Patellaspitzensyndrom (Springer-Knie, Jumpers knee)

Video Entzündung bei Patellaspitzensyndrom
Video Entzündung bei Patellaspitzensyndrom
Video Patellarelease nach Entfernung der Entzündung
Video Patellarelease nach Entfernung der Entzündung

Das Patellaspitzensyndrom ist ein Überlastungsschaden am unteren Kniescheibenpol. Die Sehnenansätze in diesem Bereich haben erhebliche Zug- und Dämpfungkräfte zu regulieren bzw. zu absorbieren auf sehr kleinen Ansatzpunkten.

Diese Entzündungen am unteren Kniescheibenpol sehen wir sehr häufig bei Sprungsportarten (Basketball, Volleyball) bei Kraftsportlarten(Gewichtheben) jedoch auch bei Ausdauersportarten wie Radfahren und Laufen.

In fast allen Fällen kann diese Entzündung am unteren Patellapol durch ein Umstellen des Trainings, entsprechende Laufschuhe, spezielle Krankengymnastik, Medikamente, oder Spritzen erfolgreich behandelt werden. Entscheidend ist hier die frühzeitige Korrektheitsdiagnose und entsprechende Therapie durch eine Kniespezialisten. Bei Hochleistungssportlern kann dies jedoch zu chronischen Überlastungsschäden im Bereich des Sehnenansatzes am unteren Kniescheibenpol führen, die auch auf sämtliche konservativen Maßnahmen nicht mehr ansprechen.

Früher wurde hier häufig eine offene Operation mit Entfernung von Knochen und Sehnen Anteilen durchgeführt, was allerdings meistens bei diesen Hochleistungssportlern dazu geführt hat und dass das Leistungsniveau nach der Operation nicht mehr erreicht wurde. Heute verfügen wir über einen modernes arthroskopisches Verfahren (Patellarelease nach Ogon) das ein großes Eröffnen des Gelenkes mitentsprechender Entfernung von Sehnenanteil und Knochenanteilen verhindern lässt.

Nach einer kurzen Sportpause für circa 2 bis 3 Wochen ist fast immer eine normale schmerzfreie Belastung des Kniegelenk ist auch auf höchstem Leistungsniveau wieder möglich.

ZENTRUM SPORTORTHOPÄDIE FREIBURG
Dr. med. Peter Ogon - Dr. med. Holger Hüring - Dr. med. Heinz Birnesser
Breisacher Straße 84, im Hotel Stadt Freiburg, 79110 Freiburg
Telefon: (0761) 35 30 2, Telefax: (0761) 35 30 0, Internet: www.zso-freiburg.com